Praxistipps
  • Botanik der Rose
  • Standort
  • Pflanzung
  • Düngung
  • Rückschnitt
  • Rosenpflege im Sommer
  • Rosen im Kübel
  • Winterschutz
  • Resistenzzüchtung
  • Schädlinge & Krankheiten
  • Häufig gestellte Fragen

Rosen im Kübel

Da nicht jeder über einen Garten verfügt, oder dieser manchmal schon zu klein wird, um noch eine der neuen Wunschrosen ins Beet zu setzen, ist es möglich, Rosen in einen Kübel zu pflanzen. Prinzipiell ist fast jede Rose auch für die Pflanzung in einen Kübel geeignet, jedoch sollte auch hier auf die Auswahl widerstandsfähiger Sorten geachtet werden. Weiterhin sollten folgende Punkte berücksichtigt werden: Das Gefäß muss tief genug sein (mind. 40 cm / wenn die Rose sehr wüchsig ist, dann auch tiefer) und ein genügend großes Loch für den Wasserabfluss haben. Die Pflanzerde sollte qualitativ hochwertig sein. Es werden im Handel zum Beispiel spezielle Rosenerden angeboten, die auf die Bedürfnisse der Rose abgestimmt sind. Für die Düngung der Kübelrosen ist ein Langzeitdünger für Rosen sehr vorteilhaft. Dieser Dünger gibt die Nährstoffe nach und nach ab und ist oft für 4-6 Monate ausreichend. Im Bedarfsfall kann nach 4-6 Monaten flüssig nachgedüngt werden. Zusätzlich ist eine Düngung mit einem Kaliumdünger in der Zeit von Ende Juli bis Mitte August empfehlenswert.


Pflanzung der Rose in den Kübel

1. Der Wasserabfluss des Kübels wird durch Abdecken des Abzugslochs mit Tonscherben gesichert.

2. Darauf folgt eine Drainageschicht mit Blähton (ca. 3-5 cm).

3. Auf diese wird etwas Pflanzerde in den Kübel gegeben und die Rose eingepflanzt. Die Rosen sollten vor dem Pflanzen in einen Kübel genauso behandelt werden, als wenn sie ins Beet gepflanzt werden (wässern, Rückschnitt bei wurzelnackten Pflanzen). Dabei sollte auch hier darauf geachtet werden, dass die Veredelungsstelle möglichst 5 cm tief unter die Erde gebracht wird. Die Erde andrücken, dabei auf einen Gießrand achten, damit beim nun folgenden Angießen das Wasser nicht über den Topfrand hinausläuft.

4. Stellen Sie den Topf auf "Füße", damit das Wasser gut ablaufen kann.

Der Standort sollte gut ausgewählt werden. Natürlich gedeiht auch eine Kübelrose an einem rosengerechten Standort besser, als an einem schattigen Platz. Hinweis: Bei Südwänden sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Rose nicht unter Hitzestau leidet (darüber freuen sich Spinnmilben und Rosenzikaden, aber nicht die Rose!). Wenn die Rose an ihrem Standort nicht gedeiht, kann der Kübel einfach an einem besseren Standort positionieren werden.

Die Wasserversorgung: Die Erde im Kübel darf nicht zu trocken werden, denn Trockenheit im Ballen fördert den Befall mit Echtem Mehltau. Die Rose darf aber auch nicht mit "nassen Füßen" im Kübel stehen, deshalb ist eine vernünftige Drainage wichtig. Ist der Kübel groß genug, können Begleitpflanzen, wie Sommerblumen oder Stauden zu den Rosen gepflanzt werden. Im Spätherbst sollten die Kübelrosen einen geeigneten Winterschutz bekommen.

Pflege der Rose in den Folgejahren: Die Kübelrose sollte im Frühjahr für den neuen Rosensommer vorbereitet werden. Ist der Kübel schon vollständig von der Rosenpflanze durchwurzelt, muss die Rose in einen größeren Kübel umgetopft werden. Ansonsten ist es ausreichend, jährlich im Frühjahr die lockere alte Pflanzenerde aus dem Kübel zu entfernen und durch neue Pflanzerde zu ersetzen. Dazu nach Möglichkeit die Pflanze aus dem Gefäß nehmen, die lockere alte Erde abstreifen und die Rose mit neuer Erde wieder in das Gefäß einpflanzen. Auch die Düngung sollte zu diesem Zeitpunkt erfolgen, da der Dünger vom Vorjahr aufgebraucht ist. Empfehlenswert ist ein Rosenlangzeitdünger, der unter die neue Erde gemischt wird.